Akkordeonorchester Ingolstadt

    Konzert 2026


Ort:  Theater Ingolstadt, Festsaal
Datum:  25.04.2026
Beginn:  19:30

Künstler:

Leitung:
  Inge Schindler

Orchester:
  Akkordeonorchester Ingolstadt, große Besetzung
  Akkordeonorchester Ingolstadt, kleine Besetzung

Harfe:
  Beate Fürbacher

Schlagzeug:
  Michael Hase
  Wolfgang Stielau




Programmfolge:

Rudolf Würthner
    1920-1974

Ouvertüre in D

Jacob de Haan
    *1959
    Inge Schindler

Communion

Gerhard Mohr
    1901-1979

Florentinisches Konzert

Friedrich Haag
    1880-1959

Vor einer alten Kirche

Adolf Götz
    1938-2022

Rhapsodia Andalusia

Edward Elgar
    1857-1934
    Heinz Bethmann

Salut dŽAmour

Jörg Draeger
    1942-2012

Russische Fantasie

Edward Elgar
    1857-1934
    Inge Schindler

Chanson de Nuit

Alexander Borodin
    1833-1887
    Rudolf Würthner
    Inge Schindler

Polowetzer Tänze
    aus der Oper "Fürst Igor"






Programmbeschreibung:

Die große Besetzung eröffnet das diesjährige Konzert mit einem Werk von Rudolf Würthner. In der Musikstadt Trossingen, Sitz des Instrumentenherstellers Hohner, geboren, wurde ihm die Liebe zum Akkordeon bereits in die Wiege gelegt. Trotz eines Unfalls in seiner Kindheit, bei dem er den Zeigefinger und einen Teil des Daumens seiner rechten Hand verlor, war die Musikerkarriere nicht aussichtslos: Der Rechtshänder Würthner drehte das Akkordeon kurzerhand um und absolvierte die Trossinger Handharmonika-Fachschule, wie das Hohner-Konservatorium damals hieß. Zeitlebens war er ein virtuoser Solist und er prägte die deutsche Akkordeonszene als Komponist, Arrangeur und Dirigent wie kein zweiter. Heute abend hören Sie seine Ouvertüre in D. Darauf folgt das ruhige Stück Communion, ein Satz aus dem Werk Musica Religiosa des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan.
Den zweiten Teil des Konzertabends gestaltet die kleine Besetzung. Den Auftakt dazu bildet ein Werk des Multiinstrumentalisten, Arrangeurs und Komponisten Gerhard Mohr. Eine Freundschaft mit einem Akkordeonvirtuosen prägte ihn so sehr, dass er begann, Werke für Akkordeonorchester zu schreiben, u. a. das Stück Florentinisches Konzert. Der gebürtige Niederbayer Friedrich Haag wirkte zunächst als Gesangs- und Klavierlehrer sowie als Komponist, bevor er das Akkordeon für sich entdeckte. In der Folge entstand hauptsächlich Musik für dieses vielseitige Instrument, so auch Vor einer alten Kirche, ein Satz aus seiner Romantischen Suite Rothenburg ob der Tauber.
Nach diesen ruhigen Klängen begeben wir uns mit Rhapsodia Andalusia von Adolf Götz, einem Musiklehrer und Komponisten aus Franken, musikalisch nach Spanien. Der Brite Edward Elgar komponierte einige Jahre vor seinen großen Erfolgen ein kleines Stück für Geige und Klavier, Salut d´Amour. Diesen romantischen "Liebesgruß" widmete er seiner Verlobten Caroline Alice "Carice" Roberts. Und wie nannten die beiden später wohl die gemeinsame Tochter? Richtig: Carice! Der Musiklehrer und Komponist Jörg Draeger studierte, wie Rudolf Würthner, Musik am Hohner-Konservatorium in Trossingen. Seine Russische Fantasie kombiniert schnelle, tänzerische Rhythmen mit einem melancholischen, langsamen Mittelteil.
Anschließend kehren wir noch einmal zu Edward Elgar zurück: Chanson de Nuit wurde ursprünglich ebenfalls für Geige und Klavier geschrieben und entstand vermutlich etwa zur gleichen Zeit wie Salut d´Amour. Einen Kontrast dazu bilden die Polowetzer Tänze aus der Oper Fürst Igor von Alexander Borodin. Die Polowetzer waren ein nomadisch lebendes Turkvolk, das ursprünglich in Zentralasien beheimatet war. Die orientalisch anmutenden, teils zarten, teils temperamentvoll-rhythmischen Klänge bilden den fulminanten Abschluss des Konzertabends.

Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie uns seit so vielen Jahren die Treue halten und wir freuen uns, dass Sie sich von unserer Musik immer wieder aufs Neue verzaubern lassen!


Programm




Kritik

Kritik